Modifikation am L/C Meter IIB

Einziger Schwachpunkt am L/C Meter IIB von AADE ist meines Erachtens nach die Spannungsversorgung aus einer 9-V-Blockbatterie. Doch um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Batterie reicht für sehr viele Messungen. Irgendwann vergisst man ihre Existenz und genau dann ist sie leer. Eine sehr gut nutzbare und wirkungsvolle Modifikation stellte Bruce Bedford, N1RX, unter Battery Saver for WM-2 Wattmeter vor. Sie lässt sich nach einer kleinen Änderung an der Platine des LC-Meters auch dort verwenden.
 
Stromlaufplan
 
Stromlaufplan mit dem modifizierten Umschalter links Den Stromlaufplan habe ich unverändert übernommen. Lediglich die Dimensionierung wurde den vorhandenen Bauteilen angepasst. R2 und C1 bestimmen zusammen die Einschaltzeit des L/C-Meters. Hier sind es ungefähr 60 s.
Zum Neustart eines Messzyklusses ist das Gerät kurz auszuschalten. Dadurch kann sich C1 wieder über den niederohmigen Widerstand R1 aufladen und der FET VT1 schaltet durch. Nach dem Einschalten des Geräts wird die Aufladung beendet und C1 entlädt sich langsam über den hochohmigen R2. Beim Unterschreiten der Gate-Schwellspannung sperrt der FET und unterbricht die Spannungsversorgung zum L/C-Meter.
R1 und R2 liegen im ausgeschalteten Zustand ständig an der Batterie. Dabei fließt ein Strom von 9 µA. Er liegt in der Größenordnung der Selbstentladung der Batterie. Die Batterie ist durch den eingesparten Strom trotzdem wesentlich länger nutzbar. Wurde das Ausschalten des LC-Meters vergessen und bleibt der Schalter somit im eingeschalteten Zustand, so ist nach dem Abschalten der Zusatzschaltung kein messbarer Strom mehr vorhanden (< 1 µA).
Soll die Schaltung in HF-führenden Geräten eingesetzt werden, ist die Verwendung von C2 und C3 angeraten. Im LC-Meter konnten sie entfallen.
 
Änderungen an der Leiterplatte
 
Modifikationen am Schalter PWR auf der Platine Da die Platine des LC-Meters nicht mit dem Stromlaufplan der Baumappe übereinstimmt, sind ein paar Veränderungen notwendig. Grund: Beim Schalter PWR liegt nicht der Mittelanschluss am Pluspol der Batterie, sondern der Schließer. Da jedoch zwei Umschalter parallelgeschaltet sind, lässt sich der zweite für den Batterieschoner verwenden. Bei der mir vorliegenden Leiterplattenversion sind nur zwei Leiterbahnen aufzutrennen (Markierungen 1 und 4) und eine Verbindung (Markierung 2) neu herzustellen. Bitte kontrolliere vor dem Umbau, an welchen Stellen Schnitte gemacht werden müssen. Produktionsbedingt kann es zu Veränderungen an der Leiterplatte gekommen sein.
 
Batterieschoner auf einer Lochrasterplatine Einbau der Zusatzplatine
 
Die Zusatzschaltung wird in die Masseleitung zur Batterie eingeschleift. Dazu ist der schwarze Draht des Batterieclips an die Zusatzplatine (X2) anzulöten. Ein zusätzlicher Draht wird zwischen dem bisherigen Massepunkt auf der Platine und X1 eingelötet. Der Anschluss X3 wird danach direkt auf der Unterseite an die Schalterpins (Markierung 3) gelötet. Die kleine Zusatzplatine passt in Innern zwischen Batteriekasten und Gehäusewand.

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