Zurück auf Start Mess- und Testgeräte

Auf dieser Seite möchte ich Mess- und Testgeräte vorstellen.
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Small Wonder Labs Freq-Mite Dave Benson, K1SWL
 
Freq-Mite Wenn Sie auf der Frontplatte Ihres Selbstbau-Transceivers eigentlich keinen Platz für eine Frequenzanzeige haben, ist dieser Zähler für Sie das Richtige. Auf der Frontplatte ist nur der Platz für einen Taster erforderlich. Die Ausgabe der Frequenz erfolgt dabei als 3- oder 4-stelliges CW-Wort, wobei das Signal einfach dem NF-Signal zugeführt wird. Auf Grund seiner Größe (3,2 × 4,5 cm) und des einstellbaren Frequenz-Offsets kann eigentlich jedes Selbstbaugerät damit nachgerüstet werden. Die maximal zählbare Frequenz ist 32,767 MHz. Dieser Frequenzzähler basiert auf einem PIC. Der Zähler war von Dave Benson, K1SWL, Small Wonder Labs erhältlich, die jedoch nun geschlossen haben.
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Almost All Digital Electronics (AADE) Digital Frequency Display DFD1
 
PIC Allen, die ohne eine "richtige" Frequenzanzeige nicht auskommen, kann ich das Display von AADE empfehlen. Leider gibt es diesen Hersteller nicht mehr. Das Display war auch beim Funkamateur (Box 73) erhältlich. Es basiert auf einem PIC und einem LC-Display. PIC Die maximal messbare Frequenz beträgt 40 MHz, wobei der einstellbare Frequenz-Offset in 500-kHz-Schritten bis 32 MHz einstellbar ist. Zusätzlich sind noch einige Symbole für die Frequenz (kHz, MHz, GHz) und die Betriebsart (USB, LSB, AM, FM, FAX, FSK, CW) darstellbar. Die 8 × 3,6 cm große Platine kann mit Spannungen zwischen 8 und 20 V betrieben werde und erfordert einen Strom von etwa 20 mA.
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Frequenz-Zähler ohne Strom
 
1 Ich stand vor dem Problem, in einen Transceiver mit einer VFO-Abstimmung über ein Potentiometer aber ohne Frequenzzähler irgendwie nachträglich eine Anzeige einbauen zu müssen. 2 Da fielen mir alte Bilder in amerikanischen Zeitschriften wieder ein. Bei den dort abgebildeten Geräten wurden Feintrieb und Frequenzanzeige vereinigt. Na klar! Also wurden bei vielen meiner Geräte jeweils der Hauptabstimmknopf gegen einen Feintrieb mit Skala ausgetauscht. Als Ergebnis entstand eine "stromlose" Frequenzanzeige. Beim Kalibrieren der Anzeige wird einmalig eine Tabelle mit den Relationen von Zählerstand und tatsächlicher Frequenz aufgeschrieben. Diese Tabelle, die bei mir auf den Oberseiten der Transceiver klebt, erlaubt eine Feststellung der Frequenz bis auf 1 kHz genau. Wer mehr Wert auf den Betrieb legt und weniger an einer Anzeige der Frequenz auf das letzte Hertz genau interessiert ist, für den ist diese Variante bestens geeignet. Verschiedene Elektronikfirmen und Versandfirmen (zum Beispiel Reichelt Elektronik und Conrad Electronic) bieten Feinabstimmknöpfe mit einem Verhältnis von 1:3 in unterschiedlichen Größen an.
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SWV-Meter
 
SWV Eine Anzahl von Messgeräten sind in Elektronikläden erhältlich. Die meisten von ihnen sind FM-Abstimmgeräte, aber einige sind auch für CB-Transceiver kalibriert. Diese Messgeräte sind einfach zu zerlegen, um danach eine neue Skala und die restlichen Sachen einzusetzen. Die Schaltung kann auf eine kleinen Platine oder als Freiluftverdrahtung realisiert werden. Die hier gezeigte Schaltung aus [1] ist empfindlich genug, um die Leistungsmessung von 350 mW bis 25 W zu ermöglichen. Die Dioden richten die Vorwärts- oder Rückwärts-Spannung (durch den Schalter ausgewählt) für die Anzeige gleich. Die Trimmer-Kondensatoren bilden mit den 330 pF einen Spannungsteiler. Diese Trimmer werden für die Kalibrierung der Brücke mittels einer 50-Ω-Last an TRX oder ANT verwendet.
Quelle: Doug DeMaw, W1FB: Build this QRP omni box. QST 11/1987, S. 18
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MFJ Enterprises MFJ-259B Martin F. Jue, K5FLU
 
MFJ-259B Der MFJ-259B SWV-Analysator von MFJ Enterprises ist ein einfach zu bedienendes, flexibles Testinstrument für fast jedes 50-Ω-System mit Frequenzen zwischen 1,8 und 170 MHz. Zusäzlich kann der MFJ-259B als Signalquelle und als genauer Frequenzzähler verwendet werden. Der MFJ-259B vereint vier Grundeinheiten; einen Breitbandoszillator, einen Frequenzzähler, eine 50-Ω-HF-Brücke und einen Mikroprozessor. Diese Kombination erlaubt Messungen des SWVs (bezogen auf 50 Ω), der Größe von Scheinwiderständen, der Art von Scheinwiderständen (Wirk- und Blindwiderstand) von jeder an die Antennenbuchse angeschlossenen Last. Durch den Anschluss eines Signals an die mit Frequenzzähler-Eingang bezeichnete BNC-Buchse ist es möglich, dessen Frequenz festzustellen. Der MFJ-259B erzeugt ein Sinussignal mit etwa USS = 3 V an jeder Last in Reihe zum internen 50-Ω-Widerstand. Der MFJ-259B ist auch portabel. Er kann mit einer externe Spannungsversorgung oder mit einer internen Batterie benutzt werden.
Wenn Ihr Gerät defekt ist, so können Sie sich technische Unterlagen für MFJ-259 und MFJ-259B herunterladen. Die Bedienungsanleitung für den MFJ-259B ist nur auf der Webseite von MFJ Enterprises verfügbar.
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Almost All Digital Electronics (AADE) L/C Meter IIB
 
AADE Ein kleines, aber sehr nützliches, Gerät entsteht nach kurzer Arbeit aus diesem Bausatz. Es ist das L/C-Meter IIB von AADE. Leider gibt es diesen Hersteller nicht mehr. Das L/C-Meter war auch beim Funkamateur (Box 73) erhältlich. Es gibt nichts vergleichbares für diesen Preis auf dem Markt! Löten Sie die wenigen Bauteile zusammen und der Bausatz funktioniert. Es ist kein Abgleich erforderlich.
Anzeigebereiche: 1 nH bis 100 mH, 0,01 pF bis 1 µF, automatische Bereichsumschaltung.
Genauigkeit: typisch 1 %, Selbstkalibrierung.
Anzeige: 16-stelliges LC-Display mit 4-stelliger Auflösung des Messwerts, direkt ablesbare Einheiten (zum Beispiel Lx = 1.234 uHy), Drahtbrücken für die Anzeige von pF, nF, µF (zum Beispiel 10 nF anstatt 0,01 µF).
In der Zwischenzeit habe ich noch eine Modifikation am LC-Meter vorgenommen, die die Batterie länger am Leben hält.
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Oak Hills Research (OHR) WM-2 Gründer Doug DeMaw, W1FB
 
WM-2 Vorderseite WM-2 Rückseite Das WM-2 von Oak Hills Research ist ein bidirektionaler Leistungsmesser. Er ist auch beim QRPproject (QRP-Shop) erhältlich. Er kann sowohl die vom Sender gelieferte Leistung als auch die von der Antenne bzw. dem Tuner reflektierte Leistung bis hinunter zu 5 mW messen. Das WM-2 arbeitet mit jeder Gleichspannung zwischen 9 und 13,8 V. Die interne Elektronik hat eine sehr geringe Stromaufnahme, typisch sind etwa 1,2 mA, sodass ein Betrieb auch über lange Zeit mit der internen 9-V-Batterie möglich ist.
Sehr angenehm empfinde ich die große, leicht ablesbare Skala. Beim WM-2 lassen sich Leistungen in drei Bereichen (100 mW, 1 W, 10 W) mit einer Genauigkeit von 5 % vom Endwert messen. Das WM-2 ist für Messungen im Frequenzbereich von 300 kHz bis 54 MHz geeignet. Eingang und Ausgang sind mit SO239-Buchsen ausgeführt.
offener WM-2 Schwierigkeiten bereitet bei vielen HF-Messgeräten immer die Kalibrierung. Beim WM-2 ist dies genial gelöst. Für die Kalibrierung ist kein HF-Generator erforderlich. Es reicht für alle drei Bereiche die ohnehin vorhandene Gleichspannung!
Das Messen mit dem WM-2 ist einfach: In der Schalterposition FWD wird immer die Vorwärtsleistung minus der reflektierten Leistung angezeigt. In der Schalterposition REF wird nur die reflektierte Leistung angezeigt und das WM-2 ist zum Einstellen von Tunern geeignet. Bei Messungen beginnen Sie stets im größten Messbereich. Erst wenn die angezeigte Leistung unter einem Zehntel des Maximalwert liegt, schalten Sie in den nächstkleineren Bereich. Ansonsten knallt der Zeiger gegen seinen mechanischen Endpunkt.
In der Zwischenzeit habe ich noch ein paar Modifikationen am WM-2 vorgenommen, die die Arbeit mit ihm erleichtern.
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QRPproject HF-/NF-Tastkopf
 
Tastkopf Tastkopf Zum Messen kleiner HF-Spannungen bis 30 MHz ist normalerweise ein HF-Voltmeter erforderlich. Doch es geht auch mit einem simplen Tastkopf. Lediglich ein einfaches Digitalmultimeter ist erforderlich. Er ist für Messungen oberhalb USS = 25 mV, Ueff = 8,9 mV, P = 1,6 µW = -28 dBm nutzbar.
Tastkopf Die gemessenen Spannungen lassen sich dank der mitgelieferten Diagramme schnell in die vorhandene Spannung oder Leistung umrechnen. Außerdem können Sie den Tastkopf für NF-Messungen nutzen. Der Tastkopf ist samt Kalibrierkurven beim QRPproject (QRP-Shop) (Artikel-Nr. vHFTast) erhältlich.
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Funkamateur (Box 73) FA-NWT1
 
FA-NWT1 DL4JAL-Software Der FA-NWT1 vom Funkamateur (Box 73) basierte auf dem NWT von Bernd Kernbaum, DK3WX. Der Vertrieb wurde jedoch eingestellt, sodass er nun nur noch aus zweiter Hand erhältlich ist. Es ist ein PC-gestütztes HF-Messgerät, das fast ein Alleskönner ist. Der FA-NWT1 beinhaltet zwar "nur" einen Wobbler, einen Sinusgenerator und einen Leistungsmesser für Frequenzen jeweils von 100 kHz bis 160 MHz. Doch stecken Sie noch ein paar einfache Zusätze an, lassen sich weitere Messaufgaben bewältigen. Beispielsweise sind so mit einen Reflexionsmesskopf die Stehwellenverhältnisse an Antennen oder nach dem Anstecken eines 50-Ω-Längswiderstands Impedanzen von Baugruppen ermittel- und grafisch darstellbar. Die Messmöglichkeiten sind fast unbegrenzt.
FA-SAV DL4JAL-Software FA-SAV ist der Name des Spektrumanalysator-Zusatzes für den FA-NWT1, der ebenfalls beim Funkamateur (Box 73) erhältlich war. Mit ihm sind spektrale Frequenzmessungen in zwei Frequenzbereichen (1 bis 75 MHz und 135 bis 148 MHz) sowie mit drei Bandbreiten (300 Hz, 7 kHz, 30 kHz) möglich.
Die passende Software stammt von Andreas Lindenau, DL4JAL, und läuft unter Windows und Linux.
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Funkamateur (Box 73) FA-NWT2
 
FA-NWT2 DL4JAL-Software Auch der FA-NWT2 vom Funkamateur (Box 73) basierte auf dem NWT von Bernd Kernbaum, DK3WX. Der FA-NWT2 ist die Weiterentwicklung des FA-NWT1. Es ist ein PC-gestütztes HF-Messgerät, das fast ein Alleskönner ist. Der FA-NWT2 beinhaltet einen Wobbler, einen Sinusgenerator und einen Leistungsmesser für Frequenzen jeweils von 100 kHz bis 160 MHz. In die neue Version wurden außerdem noch schaltbare Dämpfungsglieder und ein Richtkoppler (optional) integriert, sodass extern anzuschließende Zusätz entfallen.
Der FA-NWT2 ist als Bausatz mit bearbeitetem und bedrucktem Gehäuse erhältlich. Alle SMD-Bauteile sind bereits aufgelötet, nur noch wenige bedrahtete Bauteile sind einzulöten. Die Stromversorgung erfolgt über die ohnehin erforderliche USB-Verbinung vom PC aus. Die passende Software stammt von Andreas Lindenau, DL4JAL, und läuft unter Windows und Linux. Als Sprache für die Bedienoberfläche lässt sich Deutsch (Standard) oder Englisch (Parameter -len) wählen.
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SARK-110 Melchor Varela, EA4FRB
 
SARK-110 Der Antennenanalysator SARK-110 kann Impedanzen im Frequenzbereich von 0,1 bis 230 MHz ermitteln. Die Messwerte werden grafisch auf einen OLED-Display ausgegeben. Es sind unter anderem Messungen paralleler und serieller Widerstände und Impedanzen, Beträge und Phasen von Impedanzen, Stehwellenverhältnisse, Reflexionsfaktoren, Einfügedämpfungen sowie äquivalenter Serien- und Parallelkapazitäten und -induktivitäten möglich.
Der Analysator war bei der Funkkiste (www.funkkiste.de) erhältlich, die jedoch Ende September 2015 schließen musste. Er ist laut der SARK-110-Webseite aber auch bei anderen Händlern erhältlich.
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Rauschgenerator
 
Generator Manchmal ist es erforderlich, ein möglichst breitbandiges Rauschen zu erzeugen. Ich benutze dafür einen Rauschgenerator, der eigentlich für eine Rauschbrücke gedacht war. Eine Universalplatine mit streifenförmigen Leiterzügen erleichtert den Aufbau. Die Unterbrechungen in den Leiterbahnen erreichte ich mit einem 4-mm-Bohrer. Diesen drehte ich mit der Hand, bis der Leiterzug an der entsprechenden Stelle unterbrochen wurde. Die im Original verwendeten Transistoren ersetzte ich durch HF-Transistoren aus der Bastelkiste. Durch dieses kleine Gerät kann ein starkes Rauschen über den gesamten Kurzwellenbereich erreicht werden. Die Beschreibung dieses Gerätes liegt vor.
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10-MHz-Frequenznormal mit RS-GGO10M-TG
 
Frequenznormal RS-GGO10M-TG Unter anderem für Frequenzzähler sind genaue Referenzfrequenzen erforderlich. Ansonsten kann man den Messwerten nicht trauen. Mit minimalem Aufwand lässt sich ein GPS-gestützte 10-MHz-Frequenznormal mit dem kleinen Modul RS-GGO10M-TG aufbauen. Um die im Datenblatt aufgeführten Eigenschaften zu erreichen, sollten einige Aufbauhinweise beachtet werden.
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Dummy-Loads so weit das Auge reicht
 
Dummy Sei es für den Abschluss eines Senders bei Versuchen oder für Vergleichsmessungen, irgendwann benötigen Sie einen Lastwiderstand (Dummy-Load). Natürlich können Sie sie fast überall kaufen. Solche "Monster" sind jedoch bei QRP-Leistungen nicht nötig! Was soll ich als QRPer zum Beispiel mit einem riesigen und teuren Dummy für 50 oder 100 W oder mehr anfangen? Daher möchte ich Ihnen ein paar Vorschläge für kleine und preiswerte Lastwiderstände unterbreiten.
Eine kommerzielle Variante (Bild links) wird als Abschlusswiderstand für Messgeräte angeboten. Sie weisen 50 Ω auf und können bis zu 1 W belastet werden.
Dummy Möchten Sie einen Lastwiderstand selbst bauen, so scheint es zunächst an den angebotenen Widerständen zu scheitern. Widerstände mit 50 Ω und höherer Leistung erfordern in der Regel einen großen Kühlkörper. Nehmen Sie daher einfach andere! Und erinnern Sie sich an das Ohm'sche Gesetz und die Parallel- bzw. Reihenschaltung von Widerständen. In jedem guten Elektronikladen bekommen Sie nichtinduktive Widerstände für 0,25 oder 0,5 W. In einigen Geschäften auch solche für 1 oder 2 W. Aus Kohle oder Metalloxid hergestellten Widerstände sind gut geeignet. Ein paar möglich Kombinationen können Sie hier finden. Wenn Sie diese Widerstände an einen passenden Stecker löten (Bild rechts), erhalten Sie einen hervorragenden Lastwiderstand. Sie können aber auch SMD-Widerstände auf eine Platine löten. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!